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Stummfilme mit Live-Musik


Nach seinen ersten Schritten wurde der Film bald zu einer eigenständigen Kunstform mit eigener Formensprache.

Die Werke der Stummfilmzeit nehmen dabei eine Ausnahmestellung ein, da sie einen in der Kunstgeschichte nahezu einmalig kurzen Zeitraum und entsprechend wenige Werke umfassen.

Mit dem Stummfilm verschwand auch der Stummfilmmusiker nach wenigen Jahrzehnten quasi über Nacht von der Bühne, so rasch wie er sie erobert hatte.

Die Musik reichte von wahllos aneinandergereihten Trivialstücken bis zu aufwändigen, durchkomponierten Orchestermusiken. Daneben gab es Einzelmusiker und kleine Spielergruppen, die eigene Stücke schrieben und dabei versuchten, den Filmen als Kunstwerk in Inhalt und Stimmung individuell gerecht zu werden.

Eine Besonderheit ist dabei die Tatsache, dass der Film den Verlauf der Musik unverrückbar vorgibt, im Gegensatz zu Oper und Konzert, wo der Dirigent, der Solist, ein Solistenensemble oder auch eine live spielende Band dies tun.

Dies stellt für die Film-Musiker, ob Solist oder Ensemble, eine besonders gelagerte, reizvolle Herausforderung dar.

 

Die Filme können auch Sonderveranstaltung bestellt werden!

Oder Du hast einen Wunschfilm, vielleicht sogar mit einem eigenen Film?

 

Freitag, 31. Januar 2020, 19:30 Uhr

Diakonissenhauskirche, Bautzner Straße 70, 01099 Dresden:

Sherlock, jr. (1924)

Ein berühmter Detektiv spielt die Hauptrolle in diesem amüsanten Stummfilm von und mit Buster Keaton aus dem Jahre 1924. Allerdings nur im rasanten Traum des armen Filmvorführers Buster. Dafür geht ein anderer, vielleicht viel größerer Traum in Erfüllung! René Plath begleitet den Film "Sherlock jr.", der mit für die damalige Zeit erstaunlichen Bildeffekten aufwartet, live an der Schuke-Orgel der Dresdener Diakonissenhauskirche. Der Film wird mit einer 16-mm-Kopie aus der Sammlung Richard Siedhoff gezeigt.

Diese Komödie ist sehr amüsant und für die ganze Familie geeignet, Kinder willkommen!

 

Zur Zeit nicht im Programm, aber bestellbar:

Nanuk der Eskimo

 

"Nanuk, der Eskimo" illustriert in einer Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm das Leben der nördlichen kanadischen Ureinwohner Anfang des 20. Jahrhunderts und ist einer der ersten umfangreicheren Filme dieser Art.

Der Film entstand in dieser Form, nachdem das ursprüngliche Material verbrannt war, so dass Robert J. Flaherty nach einigen Jahren wiederum nach Québec reiste, um neue Aufnahmen zu machen.



 

 

 

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