by freefind.com

Stummfilme mit Live-Musik


Nach seinen ersten Schritten wurde der Film bald zu einer eigenständigen Kunstform mit eigener Formensprache.

Die Werke der Stummfilmzeit nehmen dabei eine Ausnahmestellung ein, da sie einen in der Kunstgeschichte nahezu einmalig kurzen Zeitraum und entsprechend wenige Werke umfassen.

Mit dem Stummfilm verschwand auch der Stummfilmmusiker nach wenigen Jahrzehnten quasi über Nacht von der Bühne, so rasch wie er sie erobert hatte.

Die Musik reichte von wahllos aneinandergereihten Trivialstücken bis zu aufwändigen, durchkomponierten Orchestermusiken. Daneben gab es Einzelmusiker und kleine Spielergruppen, die eigene Stücke schrieben und dabei versuchten, den Filmen als Kunstwerk in Inhalt und Stimmung individuell gerecht zu werden.

Eine Besonderheit ist dabei die Tatsache, dass der Film den Verlauf der Musik unverrückbar vorgibt, im Gegensatz zu Oper und Konzert, wo der Dirigent, der Solist, ein Solistenensemble oder auch eine live spielende Band dies tun.

Dies stellt für die Film-Musiker, ob Solist oder Ensemble, eine besonders gelagerte, reizvolle Herausforderung dar.

 

9. November 2019, Peter-Pauls-Kirche Coswig bei Dresden:

Nanuk der Eskimo

 

"Nanuk, der Eskimo" illustriert in einer Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm das Leben der nördlichen kanadischen Ureinwohner Anfang des 20. Jahrhunderts und ist einer der ersten umfangreicheren Filme dieser Art.

Der Film entstand in dieser Form, nachdem das ursprüngliche Material verbrannt war, so dass Robert J. Flaherty nach einigen Jahren wiederum nach Québec reiste, um neue Aufnahmen zu machen.

René Plath begleitet den Film mit eigener Musik live an der auf das Jahr 1903 zurückgehenden, vielfach umgebauten,  2013 bis 2015 sanierten und teilrestaurierten Jehmlich-Orgel.

Hier kannst Du das Plakat und Flyer herunterladen:

20191109 Plakat Nanuk.pdf

20191109 Flyer Nanuk.pdf

 

 

 

Nach oben